Goldig
Hamster dachte sich: "Heute ist ein schöner Tag, um Maus zu besuchen. Wir könnten ja Rad fahren, spazieren gehen, faulenzen oder was andres Schönes tun."
Als er bei ihrem Haus angelangt war, klopfte er an die Tür. "Keine Antwort", stellte Hamster fest, "vielleicht ist Maus ja nicht zu Hause." Er ging zum Fenster, um nochmal nachzuschauen.
Kaum zu glauben, was er da sah. Maus saß am Tisch und starrte wie gebannt auf einen gelben Klumpen. "Ein Batzen Gold! Maus ist unverhofft reich geworden", stammelte Hamster, "vielleicht will sie ja deshalb nicht mit mir reden. Vielleicht hat sie mich jetzt gar nicht mehr lieb."
Er klopfte zaghaft ans Fenster. Maus schaute auf: "Huhu, Hamster, komm doch rein", rief sie, "die Tür ist offen." Hamster ging ins Haus. "Guck mal, Hamster", rief Maus, "was für ein leckeres Stück Käse ich da habe. Das wird uns aber schmecken!"
"Käse?", fragte Hamster. "Na klar", antwortete Maus, "hier auf dem Tisch!" Und sie knabberten beide den Käse weg, bis nix mehr da war.
"Und ich dachte schon, du hättest einen Goldklumpen gefunden", sagte Hamster, "und du hättest mich jetzt gar nicht mehr lieb." "Na, du bist ja goldig", kicherte Maus. "So'n Käse", schmunzelte Hamster.