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Das Echo

Maus und Hamster saßen auf einem Berg und drehten Däumchen. „Ob auf den anderen Bergen auch gerade jemand sitzt?“, fragte Maus. „Wir können ja mal rufen“, sagte Hamster.

Und sie riefen beide so laut sie konnten: „Hu-hu!“ „U-hu!“, tönte es zurück. „Juhu, ein Uhu“, freuten sie sich, „er grüßt uns.“ Und schwuppdiwupp kam der Uhu auch schon angeflogen.

„Das ist aber lieb, dass du uns besuchen kommst“, begrüßten sie ihn. „Ihr habt mich ja gerufen“, sagte der Uhu, „kann ich irgendwas für euch tun?“

„Ähm, eigentlich wollten wir nur mal sehen, ob noch jemand da ist und haben ‘Huhu!’ gerufen. Da hast du uns dann geantwortet.“ „Aber das war ich doch gar nicht“, meinte der Uhu, „das war nur das Echo.“

„Wer war das?“, fragte Maus ungläubig. „Na, das Echo. Wenn man etwas in den Bergen ruft, dann hallt der Ruf zurück und man kann meist nur den letzten Teil davon verstehen.“ „Huch, das haben wir nicht gewusst“, entschuldigten sich Maus und Hamster.

„Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft jemand ‘Huhu!’ ruft, und immer wieder denke ich, ich werde gerufen“, klagte der Uhu, „dabei ist es nur das Echo.“

„Das ist ja verflixt, wir freuen uns aber ganz doll, dass du vorbeigekommen bist“, sagte Hamster. „Wenn du möchtest, können wir uns ja morgen bei dir treffen“, schlug Maus vor.

„Au ja“, freute sich der Uhu, „ihr seid ganz lieb eingeladen. Jetzt muss ich aber los. Na denn, bis morgen.“ Und der Uhu flog davon.

„Prima, bis morgen frü-hü!“, riefen ihm Maus und Hamster hinterher. „Ü-hü!“, schallte es zurück. „Na, nun tut er aber ganz schön fein“, dachten sie beide, „das wird bestimmt ganz doll lustig morgen.“


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